| GSA_AchtsamkeitStille (1a) "Do you practise Taiji?"
2010 (left) "The Minority Class from Inner Mongolia, China
(Shanghai Theatre Academy, Acting Department)" 2010
(right)
Wenn ich junge Chinesen in Shanghai fragte, ob sie
Taiji praktizieren würden, antworteten sie mit "Nein!" Auf mein
"Why
not?" kam von allen, ohne Ausnahme, die gleiche Antwort “I have no
time.“ Es scheint schwer für einen Ausländer, (mentale)
Spuren, Reste von gelebtem Daoismus im urbanen Alltag (abseits der
wohlbekannten, morgendlichen Übungen der Generation 40+
in den Parks) zu finden. Doch
die Vermengung des geistig-kulturellen Erbes von Daoismus, (Neo-)Konfuzianismus
mit dem Kommunismus scheint in China jeden Aspekt des Lebens zu
bestimmen, von der Oberfläche bis ins Innerste. Während ich bei Regen einem Fahrrad, meterlang und
-hoch mit Bambusstangen beladen, seinem Fahrer folge, wie er die
zehnspurige Yan’an Road mit all den (das Grün der Ampel
ignorierenden, durchbrausenden) LKWs und Taxis quert, mich an ihn halte,
so wie er sich an den Verkehr, üben wir beide, bewußt oder unbewußt,
die Vier Prinzipien fortgeschrittenen Taijiquans: Getting in contact
with; adhering to; staying in touch continuously; und following. GSA_AchtsamkeitStille
(1b)
GSA_AchtsamkeitStille (2a)
GSA_AchtsamkeitStille (2b)
GSA_AchtsamkeitStille (3a)
GSA_AchtsamkeitStille
(3b)
"Satz 3" (aus: Harald Gsaller, "Schakolatta//Winterschlaf", Comet Books 2006)
GSA_AchtsamkeitStille
(4a)
GSA_AchtsamkeitStille (4b) „Satz
4“ (aus: Harald Gsaller,
„Chronische Notizen“, Ennsthaler 1989)
GSA_AchtsamkeitStille (5a)
GSA_AchtsamkeitStille (5b) „Satz
5“ (aus: Harald Gsaller,
„Zwang“, Pudel 2010)
GSA_AchtsamkeitStille
(6a)
GSA_AchtsamkeitStille
(6b) „Satz
6“ (aus: Harald Gsaller,
„Wiese“, Triton 2000)
GSA_AchtsamkeitStille
(7a)
GSA_AchtsamkeitStille
(7b)
GSA_AchtsamkeitStille (8a)
GSA_AchtsamkeitStille
(8b) „Satz 8“ (aus: Harald Gsaller, „zack!“, Blattwerk 1995)
GSA_AchtsamkeitStille
(9a)
GSA_AchtsamkeitStille
(9b)
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